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Zusammenarbeit mit Partnern

Aktualisiert: 15. Dez. 2021

Damian Heimel gibt einen Einblick dazu, an welchem Punkt im Automatisierungsprozess Maschinenbauer ins Spiel kommen, die deevio bei der Automation der Qualitätskontrolle in der Fabrik unterstützen.


In welchen Arbeitsschritten werdet ihr von Partnern unterstützt?

Konkret passiert das bei der Installation des Bildverarbeitungssystems beim Kunden. Zusammen mit unseren Vision Experten und dem Maschinenbauer wählen wir die richtige Kamera und das passende Licht dafür aus. Die Installation des Systems, insbesondere von Licht und Kamera, übernimmt dann oft der Partner. Kurz gesagt: Wir liefern die intelligente Software und unser Partner automatisiert den entsprechenden Schritt vor Ort in der Fabrik. Der Partner installiert dort das System über dem Band und bereitet es so vor, dass Bilder von den Produkten aufgenommen werden können. Mit diesen Bildern trainieren wir dann das Deep Learning Modell und der Partner kümmert sich wiederum um die Einbindung des Modells in der Fabrik und die gesamte Maschinensteuerung. Er ist also dafür zuständig, dass ein Teil, das von unserer Software als defekt erkannt wird, am Ende auch tatsächlich aussortiert wird.


Warum arbeitet ihr gerade bei diesem Schritt mit externen Partnern zusammen?

Wir haben hier relativ schnell gemerkt, dass mit der Auswahl der Hardware und der Installation des Systems in der Fabrik eine sehr hohe Komplexität einhergeht. Und auch wenn Deep Learning Algorithmen etwas stabiler gegenüber äußeren Einflüssen sind, ist die Bildqualität nach wie vor extrem wichtig. Das ist auch ein klassisches Phänomen aus dem Bereich künstliche Intelligenz: wenn ich dem System qualitativ schlechte Daten zuführe, kommt am Ende ein schlechtes Ergebnis heraus.



Aus welchen Bereichen kommen eure Partner? Welche Expertise bringen sie mit?

Die Partner, mit denen wir zusammenarbeiten, kommen aus dem Maschinenbau, der Bildverarbeitung und der Fabrikautomation. Zusätzlich verfügen sie in der Regel über Kenntnisse im IT-Bereich, weil sie auch in der Lage sein müssen, die einzelnen Komponenten des Systems automatisch anzusteuern. Das alles sind klassische Fähigkeiten eines Maschinenbauers, die unsere Partner schon seit vielen Jahr sehr erfolgreich unter Beweis stellen. Nicht nur in der Bildverarbeitung, sondern auch in anderen Schritten in der Produktion. Teilweise gibt es auch Unternehmen, die noch keine Kompetenz in der Bildverarbeitung haben. Hier können wir uns um das komplette System kümmern, das der Maschinenbauer dann in seine Lösung integriert.


Was ist für die Partner an der Zusammenarbeit mit deevio interessant?

Zum einen sind Deep Learning Systeme momentan sehr gefragt in der Bildverarbeitungsindustrie. Wir sind in diesem Bereich natürlich nicht das einzige Produkt auf dem Markt, es gibt auch noch eine Reihe anderer Deep Learning Anbieter. Die meisten dieser Firmen haben allerdings ein anderes Business Modell: Sie geben dir ein Tool an die Hand, ein sogenanntes Software Development Kit (SDK), mit dem du als Maschinenbauer dann selbstständig die Deep Learning Modelle trainieren musst. Dieser Ansatz funktioniert in manchen Bereichen schon sehr gut. Aber die breite Masse verfügt nicht über AI-Experten in der Systemintegration im eigenen Haus. Und wir sind davon überzeugt, dass für eine Genauigkeit im 99,x Prozent Bereich Experten notwendig sind. Aus diesem Grund besteht unser Ansatz darin, das Trainieren der Modelle komplett zu übernehmen. Die Maschinenbauer geben uns die Bilder und unsere Data Scientists trainieren daraus ein Deep Learning Modell. Folglich müssen weder der Maschinenbauer noch der Endkunde selbst ein Modell trainieren. Dafür ist allein deevio verantwortlich. Und weil wir diesen Schritt übernehmen, können wir mit einer großen Anzahl an Unternehmen zusammenarbeiten.

Für die Maschinenbauer ist die Zusammenarbeit mit uns also auch ein Gewinn. Denn ihre Auftragsbücher sind voll. Und ein Grund dafür, dass sie nur eine limitierte Zahl an Aufträgen annehmen können, liegt in der aufwendigen und zeitintensiven Softwareerstellung. Weil wir ihnen diesen Schritt abnehmen, können wir den Maschinenbauern Luft verschaffen, um sich auf das zu konzentrieren, worin sie besonders stark sind: Die Integration und Automation der Fabriken.


Profitiert ihr durch die Zusammenarbeit auch voneinander?

Absolut. Besonders mit einigen Partnern, die selbst schon Expertise im Bereich Deep Learning und auch einen eigenen KI-Experten haben, tauschen wir uns regelmäßig aus und lernen voneinander. Das macht den Maschinenbau natürlich noch leichter, weil diese Partner schon sehr genau wissen, worauf es ankommt, wenn man ein Deep Learning Modell in die Produktion bringen möchte.


In welchen Bereichen könnt ihr noch Partner gebrauchen?

Wir sind immer auf der Suche nach Unternehmen, die genau wie wir Lust haben, Deep Learning Anwendungen in die Fabriken zu bringen. Besonders auf der Suche und im Gespräch sind wir mit Unternehmen aus dem Bereich Pharma.

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